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Jürgen gewinnt Marathon Startplatz in Hamburg


By alexandra - Posted on 25 April 2010

Anfang April, völlig unerwartet. Eine Email von Erdinger Alkoholfrei: Herzlichen Glückwunsch Sie haben einen Startplatz für den Hamburg-Marathon am 25.04.2010 gewonnen!

Eigentlich hatte Jürgen Klindworth den Marathon gar nicht eingeplant. Aber die Email verführte zum Nachdenken und … zum Trainieren: Je 100 km in den nächsten zwei Wochen. Mit dabei immer wieder ein tägliche Gefühlswechsel: „Ich starte, ich starte nicht, ich starte …“
 

7 Tage vor dem Marathon fiel Jürgens endgültige Entscheidung dafür! Und zwar als Hase für einen Arbeitskollegen, der unbedingt seine Bestzeit von 3:37:45 unterbieten wollte.

Die Muskulatur war nach 2 Wochenürgens und 200km Laufen "Fix und Foxi". Er gibt aber zu, dass es trotzdem ein super Gefühl sei, wieder einen Marathon laufen zu dürfen. "Vor allem die Aussicht, nicht alles aus meinem Körper rausholen zu müssen, machte mich neugierig". Es blieb nur noch eine bange Frage: "Reicht die Woche vor dem Marathon zum Erholen?"

Erste Antwort gab es gleich auf dem ersten Kilometer der Marathonstrecke: Die Beine schmerzten. Nach 3 Kilometern zwickte zu allem Überfluss die Achillessehne. Nach 10km kamen erste kurze Gedanken: "Aufhören?" Die Sehne beruhigte sich etwas. Und Jürgen suchte Zerstreuung und Ablenkung auf der reizvollen und mit vielen Sehenswürdigkeiten gespickten Strecke, die sich über Reeperbahn, Landungsbrücken, Außenalster bis in die Stadtteile Barmbek, Ohlsdorf und Eppendorf hinzog.

Bis Kilometer 30 war er auf 3:34 Kurs. Allerdings sah sein Laufpartner nicht mehr so glücklich aus. Die Gehpausen an den Verpflegungsständen wurden immer länger. 5 Kilometer vor dem Ziel hieß es dann nur noch durchbeißen. Hilfe brachte Jürgens Lei(d)spruch: "Schmerzen sind unausweichlich, Leiden ist eine Option". Es reichte damit sogar noch für so was wie einen Schlusssprint, so dass er und sein Laufpartner nach 3:37:17 sehr zufrieden das Ziel erreichten.

Mit am Start vom TV Scheessel waren auch Anke Papst aus Sittensen und Karl-Heinz Poludniok aus Fintel. Poludniok überwand seinen persönlichen Kampf gegen den inneren Schweinehund in 4:23:28 und bekennt: „Eine neue Bestzeit lag eh nicht drin. Daher habe ich lieber das schöne warme Wetter, die tolle Stimmung an der Strecke und das Angebot an den Verpflegungsstellen genossen.“ Papst erreichte dagegen das Ziel bereits nach 4:18:37 und konnte damit ihre Marathonzeit aus Bremen nochmals um 4 Minuten verbessern.

Als Belohnung gab es natürlich für die Finisher ein Erdinger Alkohlfrei von Jürgens Startplatz-Sponsor.
 

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